Jakob Ole Lenz

Politikwissenschaftler



Projekte

Neben meiner Forschungstätigkeit war und ist es mir stets ein Anliegen, mich auch über den sprichwörtlichen universitären Tellerand hinaus zu engagieren. Eine Auswahl meiner Projekte aus den letzten Jahren findet sich hier.


Beim Jugendverein Roter Baum e. V. in Dresden (seit 2019)


Anfang 2020 begann ich als hauptamtlicher Projektleiter für das damals in Aufbau befindliche Projekt "Demokratie GANZtags"das als "Demokratie leben!"-Modellprojekt durch das Bundesfamilienministerium und das sächsische Sozialministerium gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, demokratiefördernde Ganztagsangebote mit verschiedenen Themenschwerpunkten für Grund- und weiterführende Schulen in ganz Sachsen zu konzipieren und an Multiplikator:innen zu vermitteln. Trotz den Schwierigkeiten der Corona-Pandemie konnte sich das Projekt inzwischen (Stand Anfang 2022) in etlichen Schulen der Landkreise Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, Bautzen, Meißen und Mittelsachsen sowie der kreisfreien Stadt Dresden etablieren und erhält ein durchweg positives Feedback.

Ein zweites, Ende 2020 abgeschlossenes Projekt, war das Modellprojekt "einmission", das Jugendliche, in und um Dresden dazu befähigt hat, eigene Projektideen umzusetzen. Dies gelang durch eine intensive Projektplanungsbegleitung, die Beratung zu Fördermöglichkeiten und schlussendlich auch der Hilfe bei Antragsstellung und der Kommunikation mit kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Ein brandneues Projekt zur Umsetzung des §47a der sächsischen Gemeindeordnung (Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in kommunale Entscheidungsprozesse, die sie betreffen) startet in enger Kooperation mit der Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt Dresden im Juli 2022.

Darüber hinaus betreue ich Jugendliche, die beim Roten Baum e. V. ihre Jugendweihe durchführen bei vielfältigen Aktivitäten.


Das "Gärtjen" in Dresden (seit 2019)


Seit 2019 bin ich ehrenamtlich als Schatzmeister, Fundraiser und politischer Bildner beim Ostra e. V. in Dresden aktiv. Hauptzweck des Vereins ist die Verwaltung und Belebung des "Gärtjens" am Dresdner Messering in der Friedrichstadt. Der gut 200m² umfassende Garten dient als Open-Air-Büro und Workshopspace, als Kleingarten und progressiver, diskriminierungsfreier Freiraum, in dem wir eine Begegnungsstätte geschaffen haben. In den Sommermonaten organisieren wir darüber hinaus ein umfangreiches, theoretisches und praktisches Workshopprogramm, unter anderem in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und diversen anderen Vereinen. Schwerpunkte sind neben praktischen DIY-Skills die Themen Rassismus, Antisemitismus & völkisches Denken, auch und gerade im Kontext des Naturschutz, Feminismus, Nachhaltigkeit & Ökologie sowie Geschichte.

Das Gärtjen wurde und wird neben der sächsischen Bürgerstiftung und der kommunalen Ehrenamtsförderung auch durch das LHP - lokales Handlungsprogramm für ein vielfältiges und weltoffenes Dresden unterstützt.



Bei der linksjugend ['solid] (2014-2019)

Im sächsischen Landesverband der Linksjugend habe ich zwischen 2014 und 2019 etliche Projekte geplant, betreut und durchgeführt. Neben der ehrenamtlichen Basisgruppenarbeit in Leipzig, bei der ich u. a. einen Vortrag zur Kritik des Al-Quds-Tages konzipierte ist hier vor allem die hauptamtliche Planung des Pfingstcamps zu nennen, für die ich 2017 und 18 hauptverantwortlich war. Das Pfingstcamp war/ist ein progressives Bildungscamp in der Tschechischen Republik, das (vor Corona) jährlich über 600 Menschen aus allen Teilen Deutschlands, aber auch Österreich, Polen und der Ukraine zusammenführte und neben einem umfangreichen Vortrags- und Workshopprogramm auch kulturelle und musikalische Aspekte verband/verbindet.

Ein persönlich wichtiges Anliegen war die Organisation von Gedenkstättenfahrten. 2015 hatte ich die Möglichkeit, an dem verbandsübergreifenden Bündnis "...dass Auschwitz nie wieder sei" zu partizipieren und nicht nur Verwantwortung in der Organisation übernehmen, sondern in enger Kooperation mit dem International Youth Meeting Centre in Oświęcim einen Workshop zum Lager Auschwitz III - Monowitz zu konzipieren. Im Jahr darauf organisierte ich die Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald für den Bundesverband der Linksjugend.